SEG Mitte der ASB Bereitschaften (1. EE LKr. DBL)

In Dohnsberg und Wolfenberge unterhält der OV Dohnsberg/Torfenstein des ASB (Arbeiter-Samariter-Bund) eine modulare Schnelleinsatzgruppe (SEG).

 

Sitz eines Großteils der Bereitschaftseinheiten des ASB ist das Katastrophenschutzzentrum des ASB in Dohnsberg. Hier sind die Fahrzeuge in Fahrzeughallen untergebracht. Benötigtes Material wird in einem Lagerhaus auf dem Gelände aufbewahrt. Das ehemalige Industriegrundstück wurde vom ASB Ortsverband 1994 erworben. Die Entfernung zur Rettungswache des ASB in Dohnsberg ist gering.

 

Weitere Einheiten sind an der Rettungswache in Wolfenberge untergebracht. Die dezentrale Unterbringung eines Teils der Bereitschaft hat einen Doppelnutzen: zum einen können sich Helfer in der näherliegenden Bereitschaft engagieren, was die Ausrückzeit verkürzt, zum anderen kann durch einen zusätzlichen Standort eine größere Zahl von Ortschaften schnell erreicht werden.

 

Die gesamte Bereitschaft lässt sich in mehrere Komponenten unterteilen, die jeweils autark alarmiert und somit auch problemlos mit SEGn anderer Hilfsorganisationen kombiniert werden können.

  • SEG Führung (SEG F)
  • 2x SEG Sanität (SEG San)
  • SEG Betreuung (SEG Bt)
  • 2x SEG Transport (SEG Trp)
  • SEG Verpflegung (SEG Vpf)
  • SEG Logistik und Technik (SEG LuT)
  • SEG Rettungshundestaffel (SEG RHS)
  • 2x SEG Rettungsdient (SEG RD)

Die Schnelleinsatzgruppen, die zwei mal gebildet werden können, werden sowohl in Dohnsberg als auch in Wolfenberge vorgehalten und können jeweils unabhängig voneinander alarmiert werden.

 

Aus den einzelnen Modulen (Schnelleinsatzgruppen) lässt sich die erste Einsatzeinheit des Landkreises bilden.

 

Je nach Schadenslage kann die Rettungsleitstelle oder die zuständige Einsatzleitung die Alarmierung einzelner SEG-Module anordnen. Die Zeit von der Alarmierung bis zum Ausrücken ist dabei von der Art der SEG abhängig und liegt zwischen 10 und 45 min.

 

Die SEG Rettungshunde ist kein Teil des regulären Einsatzzuges, kann jedoch ebenfalls je nach Einsatzlage zusätzlich alarmiert werden.

Sonderfahrzeuge

Bei dem RTW mit Doppelkabine handelt es sich um ein eigenentwickeltes Erprobungsfahrzeug des Ortsverbandes. Er wurde im Sommer 2019 aus Mitteln des Ortsverbandes beschafft und ist auf einem MAN TGE aufgebaut. Man könnte den RTW DoKa als Arzttruppwagen 2.0 oder aber als Fusion aus RTW und MTW beschreiben. Mit Ausnahme der Doppelkabine handelt es sich um einen gewöhnlichen RTW, wie er auch im Rettungsdienst eingesetzt wird. Durch die Doppelkabine können zusätzliche Helfer transportiert werden. Bei einem gleichzeitigen Einsatz von GW-San 50 (6 Sitzplätze) und RTW DoKa (5 Sitzplätze in DoKa, 1 Sitzplatz in Kabine) können so mit zwei Fahrzeugen alle zwölf Helfer einer Sanitätsgruppe ohne zusätzliches MTW an den Einsatzort gelangen. Auch beim Einsatz als Mobile Unfallhilfsstelle bei Sanitätsdiensten wird so ggf. ein weiteres zusätzliches Fahrzeug eingespart. Einzig die größere Länge macht das Fahrzeug weniger wendig als einen konventionellen RTW. Überall wo ein GW-San 25 entlangkommt, findet jedoch auch der RTW DoKa seinen Weg.

 

Der geländegängige RTW auf Mercedes-Benz Unimog Fahrgestell wurde Ende 2019 unter Beteiligung des Ortsverbands durch den Landesverband beschafft. Er wird v.a. bei Hochwassereinsätzen oder Schneestürmen landes- und bundesweit eingesetzt.