Einsatzeinheiten

Aus den einzelnen Schnelleinsatzgruppen lassen sich Einsatzeinheiten (EE) als landesweit einheitliche Katastrophenschutzeinheiten bilden. Eine EE besteht standardmäßig aus folgenden Komponenten:

  • Führungsgruppe: 1 Einsatzleitwagen (Org.) sowie 1 Kommandowagen (Org.)
  • Sanitätsgruppe: 1 Gerätewagen Sanitätsdienst (Bund/Land), 1 Rettungswagen (Org.) und 1 Mannschaftstransportwagen (Bund/Land)
  • Betreuungsgruppe: 1 Gerätewagen Betreuung (Bund/Land) und 2 Betreuungskombis (Bund/Land)
  • Transportstaffel: 3 Krankentransportwagen (Bund/Land)
  • Verpflegungsstaffel: 1 Gerätewagen Verpflegung (Org.), 1 Mannschaftstransportwagen (Org.) und 1 Feldkochanhänger (Land)
  • Logistik- und Technikgruppe: 1 Gerätewagen Technik (Org.), 1 Gerätewagen Logistik (Land), 1 Mannschaftstransportwagen (Org.) und 1 Technik-Anhänger (Land)

Die Ausrückdauer eines kompletten KatS-Einsatzzug ist aufgrund der erforderlichen Helferzahl jedoch deutlich länger, als die einer oder zweier Schnelleinsatzgruppen. 

 

Der Landkreis verfügt insgesamt über vier komplette KatS-Einsatzzüge, die aus den Einsatzkräften der SEGn gebildet werden:

  1. KatS-EZ des Lkr. DBL - SEG Mitte des ASB
  2. KatS-EZ des Lkr. DBL - SEG Nord-Ost des DRK
  3. KatS-EZ des Lkr. DBL - SEG West des MHD
  4. KatS-EZ des Lkr. DBL - SEG Süd der JUH

Ein Einsatzzug besteht aus 46 Einsatzkräften und 16 Fahrzeugen.

 

Ein Einsatzzug kann autark - idealerweise jedoch mit Unterstützung von Kräften des Rettungsdienstes - einen Behandlungsplatz 25 (BHP 25 MOB) oder einen Betreuungsplatz 250 (BTP 250 MOB) betreiben.


Struktur vor der KatS-Reform 2004

Die heutige modulare Struktur der Einsatzeinheiten ist das Ergebnis einer umfassenden Reform des Katastrophenschutzgesetzes des Freistaats Mobingen im Jahr 2004. Zwar bestanden bereits zuvor durch gebildete Schnelleinsatzgruppen schnelle, flexiblere Strukturen, jedoch fehlte es an einer landesweiten Normierung.

 

Bis 2004 war die heutige Einsatzeinheit als Katastrophenschutz-Einsatzzug in die Teilkomponenten Sanitäts- und Betreuungszug unterteilt.

 

Um die Verzahnung zu fördern, erfolgte 2004 die Verschmelzung beider Einsatzzüge zum Katastrophenschutz-Einsatzzug. Die Einheiten können so gemeinsam die Versorgung und Betreuung verletzter und betroffener Personen effizienter gewährleisten. Durch die Unterteilung in mehrere, spezifischere Fachgruppen wird zudem eine präzisere, standardisierte Alarmierung der erforderlichen Einheiten ermöglicht und die Zusammenarbeit mit anderen Hilfsorganisationen vereinfacht (Baukastenprinzip).

 

Bis 2004 bestand ein Sanitätszug aus:

  • 1 Führungskraftwagen (FüKw - Organisation)
  • 1 Gerätewagen Sanität (GW-San - Land) oder 1 Arzttruppwagen (ATW - Bund)
  • 1 Sanitätsmaterialtransporter (SMT - Land)
  • 1 Mannschaftstransportwagen (MTW-San - Land) oder 1 Sanitätsgruppenkraftwagen (SanGrKW - Bund)
  • 1 Rettungswagen (RTW - Organisation)
  • 2 Vier-Tragen-Krankentransportwagen (KTW-4 - Bund/Land)
  • 1 Krankentransportwagen (Land)

Ein Betreuungszug bestand aus:

  • 1 Führungskraftwagen (FüKw - Organisation)
  • 1 Gerätewagen Betreuung (GW-Bt - Land) oder 1 Betreuungslastkraftwagen (Lkw Bt - Bund)
  • 2 Betreuungskombis (BtKombi - Bund/Land)
  • 1 Feldkochherd-Anhänger (Anh FKH - Bund/Land)
  • 1 Mannschaftstransportwagen (MTW - Organisation)
  • 1 Gerätewagen Technik (GW T - Organisation)
  • 1 Technik-Anhänger (Anh T - Land)